Geodome

Lust einen Geo-Dome zu bauen
und keine Ahnung wie das geht?

Wir waren auf der Suche nach einem erschwinglichen Gewächshaus mit großer Fläche und sind dabei auf die Geodesic Domes gestoßen.

Viele verkünden, dass die Domes total einfach zu bauen sind und sehr wenig Materialkosten mit sich bringen. Bei genauerem Hinsehen, stellte sich die Sache dann doch als kompliziert heraus.

Wie bekommt man die trigonomische Krümmung in die Latten? Wie verbindet man die Latten miteinander, stabil und im richtigen Winkel? Wie ist die Folie anzubringen?

Fakt ist: Der Dome ist durch seine Konstruktions-Form extrem stabil und bringt die größte Fläche im Verhältnis zum verwendeten Material. Beispiel: Ein Dome mit 6m Radius hat eine Grundfläche von 25qm. Es gibt viele verschiedene Bau-Techniken.

1. Hub & Strutt, Panelized oder hubless Strutt?

Zu Deutsch: Latte & Verbindungsstück oder direkt verschraubte Dreiecks-Panels?

Bei Hub & Strutt müssen die Latten zwar in unterschiedliche Längen zugeschnitten werden, aber an den Enden müssen keine Winkel eingesägt werden. Das spart viel Zeit. Stattdessen gibt es sternförmige Verbindungsstücke (hubs), die sowohl die Krümmung der Kugel, als auch die Winkel zwischen den Latten übernehmen. Diese Hubs kosten allerdings viel Geld und/oder sind sehr kompliziert selbst zu machen.

Bei der Methode ohne Verbindungsstück, werden Dreiecke vorgefertigt und dann miteinander verschraubt. Dafür müssen in jede Latte 3-4 Winkel geschnitten, was extrem viel Arbeit ist. Außerdem doppeln sich die Materialkosten, da jede Strebe aus zwei Latten besteht.
Will man die Material-Doppelung vermeiden, lassen sich die angeschrägten Latten mit Flachdübeln verbinden, wie es die Sonnenschmiede gemacht hat

Zuschneiden der Winkel: https://www.youtube.com/watch?v=thehzifMse4
Dome-Bau der Sonnenschmiede: https://www.youtube.com/watch?v=uS17uaoMdJA

Man kann einen Dome auch aus Leitungsrohren aus Metall machen (conduit pipe). Die Rohre schneidet man mit der Flex zu, schlägt dann mit dem Hammer das Ende Platt, biegt es im notwendigen Winkel und bohrt ein Loch hinein. Dazu braucht man viel Werkzeug und die Verbindungen sind meiner Meinung nach nicht für Gewächshaus-Folie geeignet.

Eigenbau der Pipe Strutts: https://www.youtube.com/watch?v=gLIhOglrbmI

2. Kalkulation der Maße: Frequency: 2V, 3V, 4V

Auf folgenden Seiten kannst Du Deine Dome Maß berechnen:

http://geo-dome.co.uk/
http://www.domerama.com/
http://acidome.ru/

Frequencies sind die Reihen von Dreiecken, die vertikal übereinander liegen. Das Pentagon oben im Zentrum wird nicht mitgezählt. Besteht der Dome aus 2 Reihen, wird er 2V genannt usw. Je mehr Reihen, desto kürzer werden die Latten und umso mehr Latten brauchst Du.

Wir planen einen Dome aus Latten, die wir aus alten Paletten recyclen. Da die Latten dann maximal 1m lang sind, brauchen wir also eine 3V Konstruktion und viele Latten.

Mit den Calculation Tools kannst Du Radius, Durchmesser, Umkreis, Höhe des Domes berechnen. Außerdem wichtig: Die Länge der Latten, der Krümmungswinkel auf der Kugel und die Winkel der sternförmigen Verbindungsstellen.

3. 1/2 oder 5/8 oder 5/9 Dome

Die Halbkugel läuft an den Rändern flach zu. Will man das vermeiden, kann man den Dome auf ein Fundament aufsetzen oder sich für mehr als die halbe Kugel entscheiden, zB 5/8 der Kugel. Dabei ist der Boden-Umkreis schon wieder leicht verengt, was die Grundfläche verkleinert.

4. Unser Dome

Wir haben uns für Holzlatten und die Hub & Strutt Methode entschieden. Als Hubs verwenden wir 5- oder 6-eckige Scheiben. In die Latten werden an beiden Enden Einschnitte (im Krümmungswinkel) gemacht, so dass man die Latte dann auf die Scheibe stecken kann.
Diese Methode scheint für uns am wenigsten Zuschneide-Arbeit.

Projekt in Marokko: https://www.youtube.com/watch?v=OfnebKQ1sus

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