Gestalttherapeutische Aufstellungsarbeit

Die Aufstellungsarbeit findet in einer Gruppe von 8-15 Personen statt. Ein/e Teilnehmer/in stellt als Protagonist/in ein Thema auf. Das Thema kann ein Konflikt im aktuellen Beziehungssystem oder der (Herkunfts)Familie sein, körperliche Symptome oder eine Krankheit, berufliche Situation oder Entscheidungsfragen.

Die anderen Teilnehmer unterstützen den Protagonisten, in dem sie sich als Stellvertreter für einzelne Personen oder Komponenten des Themas aufstellen lassen. Zum Beispiel als Familienmitglied, Organ oder Körperteil, verschiedene Arbeitsstellen oder Wahlmöglichkeiten.  Die Erfahrung als Stellvertreter kann sehr intensiv sein und auch eigene Themen lösen, die in Zusammenhang mit dem aufgestellten Thema stehen.

Sobald alle Stellvertreter im Raum aufgestellt sind, beginnt das morphogenetische Feld zu wirken und in Begleitung des Therapeutin kann der Protagonist konkrete Wünsche und Fragen ins Feld geben.

Gestalttherapeutische Aufstellungsarbeit folgt ganz der Haltung „Was ist, darf sein. Was sein darf verändert sich.“ (Werner Bock). Im Gegensatz zu anderen Stilen, werden in der Gestalt-Aufstellung keine vorgefertigten Lösungssätze angewendet. Die Stellvertreter werden auch in keine Lösungs-Ordnung „bugsiert“.  Stattdessen finden Protagonist, Therapeut und Stellvertreter im achtsamen Kontakt miteinander eine Lösung der Situation hin zu mehr Zufriedenheit für den Protagonisten.

Bei diesem Format handelt es sich um drei Termine im Abstand von ca. drei Monaten mit einer festen, fortlaufenden Gruppe. So können die Aufstellungen gut integriert und verarbeitet werden und es entsteht eine Vertrautheit in der Gruppe und damit mehr Tiefe in der Arbeit. Mit der Anmeldung buchst Du alle drei Termine.

Bei einer psychischen Erkrankung wird empfohlen, mit einem Arzt oder Therapeuten die Teilnahme an dem Seminar abzuklären. Aufstellungs-Arbeit kann eine Psychotherapie unterstützen, diese jedoch niemals ersetzen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung.

Termine: 4.5., 27.7., 26.10.2019, jeweils 11-17 Uhr, fortlaufende Gruppe
Seminargebühren: 30€ für drei Termine
Veranstaltungsort: Gemeinschaft Mahlerhof, Schmiedgasse 6, 86494 Emersacker                          
Anmeldung: judithbosch@posteo.de

Judith Bosch
staatl. gepr. Pädagogin und Soziologin (Lehramt), Tanztherapeutin und Gestalttherapeutin (Supervisionsjahr). Seit 2014 schafft sie mit ihrer Initiative „The Wave“ Freiräume für authentische und heilsame Bewegung und Begegnung. Im Projekt „krautkreise“ verbindet sie die individuelle therapeutische Arbeit mit Gemeinschaftsbildung und der Entwicklung zukunftsfähiger, ökologischer Lebensformen.